Auto packen für den Urlaub

 

Der Urlaub steht bevor und die Familie stellt ihre wichtigsten Sachen in Koffern, Kisten und lose vor das Auto.

Das Beladen des Pkw bedarf der besonderen Berücksichtigung einer optimalen Raumausnutzung UND vor allem der Ladungssicherheit.

 

Die wichtigsten Regeln:

Um zu verhindern, dass schlecht oder ungesicherte Gegenstände bei einem unvorhergesehenen Bremsmanöver zu gefährlichen Geschossen werden, gilt zunächst der einfache Grundsatz beim Beladen des Kofferraums:
Die schwersten Stücke kommen nach unten, ganz nach oben leichte Dinge wie Jacken.

Kleinteile für den leichten Zugiff (Handy pp.) gehören in die Türablage oder ein Netz. Es empfiehlt sich, Koffer und Taschen mit Netz oder Spanngurten zu sichern.

Sofern vorhanden, zieht man dann die Laderaumabdeckung über das Gepäck oder eine Decke, die mit Gurten gesichert wird.

Wer bis zur Kofferraumdecke stapeln muss, braucht ein Trenngitter oder -netz zwischen Kofferraum und Rücksitzbank, erhältlich zum Beispiel im Zubehörhandel. Natürlich sollte man so packen, dass Warndreieck, Warnwesten und Verbandskasten griffbereit liegen.

 

Zuviel Gepäck >> Dachbox bietet zusätzlichen Stauraum

Bei größerem Platzbedarf empfiehlt sich die Montage einer Dachbox – gekauft oder gemietet.

In der Regel verändert sich das Fahr-verhalten des Autos, extrem sogar bei falscher Montage der Box.

Der Bremsweg  wird in jedem Fall länger, die Seitenwindempfindlichkeit nimmt zu. Das Kurvenverhalten sollte vorsichtig getestet werden. Schneller als
130 km/h sollte man daher nicht fahren.

 

Speziell bei Lastwechseln – etwa beim Bremsen, kann es zu schweren Unfällen kommen. Auf jeden Fall sollte eine Dachbox immer gerade zur Fahrtrichtung und idealerweise mittig montiert werden, nicht mehr als 40 cm über die Windschutzscheibe hinausragen.

Zu prüfen gilt es auch, ob der Kofferraum problemlos geöffnet werden kann (Warndreieck, Zugriff auf Gepäckstücke). Wichtig ist auch, dass das Gesamtgewicht der Dachbox die maximale Dachlast deines Fahrzeugs nicht überschreitet. Unter diesen Bedingungen ist auch gegen die Montage von zwei Dachboxen nichts einzuwenden.

Im Auge behalten sollten Auto-Urlauber zudem die erlaubte Zuladung des Fahrzeugs, die sich aus dem zulässigen Gesamtgewicht minus des Leergewichts ergibt; in letzterem ist ein Fahrer mit 75 Kilogramm eingerechnet. Ist das Auto voll beladen, müssen Reifendruck und eventuell Einstellung der Scheinwerfer angepasst werden. Die Werte stehen in der Betriebsanleitung.

 

Nach 50 Kilometern sollten Fahrer noch einmal die Befestigungen kontrollieren und bei Bedarf nachziehen.

Ösen und Gurte zur Sicherung der Ladung in der Dachbox sind unbedingt zu nutzen, damit das Gepäck nicht verrutscht.

Den Deckel mit Gewalt zu schließen oder die Verriegelung durch einen Spanngurt rund um die Box zu ersetzen, ist keine Lösung. Der Verschluss muss sicher einrasten, sonst gilt es, neu zu ordnen.

Laut § 22 der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) müssen Gepäck und Ladung selbst bei Vollbremsungen oder plötzlichen Ausweichbewegungen sicher verstaut sein. Wer seine Ladung nicht ordnungsgemäß sichert, riskiert Bußgelder und Punkte in Flensburg.

Was ist beim Wohnmobil zu berücksichtigen?

Beim Wohnmobil ist die mögliche Zuladung zu beachten. Der umbaute Raum schaut oft aufnahmefähiger als rechtlich zugelassen.

Nicht eingerechnet werden hier z.B.  Markise und Klimaanlage, sie sind bei Gewichtsangaben in den Fahrzeugpapieren nicht berücksichtigt. Es empfiehlt sich, mit dem leeren, aber getankten Fahrzeug auf eine öffentliche Waage zu fahren!

Gepäck, Frischwasser, Mitreisende und Hausrat müssen dann dazu gerechnet werden.

WICHTIG:

Verlängerung des Bremswegs, verändertes Fahrverhalten, Wirkung auf die Reifen mit höherem Risiko zu platzen.

Beachte auch: Mit dem Verstoß gegen geltendes Recht/geltende Regeln setzt der Fahrer/Halter die garantierte Versicherungsleistung aufs Spiel.

(Text zusammengestellt aus eigenem Wissen, Internetfragestellungen und Autozeitschrift ACE)