Streuobstwiesen

Direkt hinter dem Eingang Mattlerbusch an der Georgsklause hat die Stadt Duisburg eine Streuobstwiese angelegt. Aber was ist eine Streuobstwiese eigentlich?
(Inhalt wurde der Seite www.wb-duisburg.de entnommen)


Streuobstwiesen stellen ein vielfältiges Ökosystem aus einem Mix von blühenden und fruchttragenden Bäumen sowie wilden Blumen dar. Es werden Bäume unterschiedlichen Alters mit größeren Abständen gepflanzt, damit die Bäume gesund wachsen können. Wir haben uns für Fruchtsorten entschieden, die sich durch ein robustes Wachstum des Baumes sowie der Verwertbarkeit nach der Ernte besonders auszeichnen. Für die Entwicklung der Wildblumenwiese wird regionales Saatgut verwendet, das ausschließlich Pflanzen beinhaltet, die hier natürlich vorkommen. Das Saatgut ist eine Spende des LVR (Landschaftsverband Rheinland). Der LVR fördert die Erhaltung, Wiederherstellung und Neuanlage arten- und blütenreicher Flächen durch die Bereitstellung von Regiosaatgut.                                        

Bei diesem Projekt steht die Verbesserung des Natur- und Artenschutzes im Vordergrund: 

Die Flächen werden extensiv gepflegt, also nur ein bis maximal drei Mal im Jahr gemäht. So werden dem Boden Nährstoffe entzogen und die Versamung ermöglicht. Auf diese Weise können die dort wachsenden Pflanzen sich weiter ausbreiten und auch in den Folgejahren blühen. Das kann dazu führen, dass die Flächen zeitweise optisch ungepflegt erscheinen. 

Wir verwenden weder chemisch-synthetischen Pestizide noch künstlichen Dünger.

Welche Früchte und Sorten können wann wo geerntet werden?
Wichtiger Hinweis: Pflückreife ist nicht immer gleich Genussreife, manche Sorten müssen erst lagern!

Diese Sorten können Sie auf den Duisburger Streuobstwiesen ernten:
Äpfel:
     

Goldparmäne (Ernte im September, Verzehr ab Oktober)
Rote Sternrenette (Ernte und Verzehr ab November)
Klarapfel (Ernte und Verzehr ab Juli)
Cox Orange (Ernte ab September, Verzehr ab Ende Oktober)
Birnen:
Gellerts Butterbirne (Ernte im September, 2 Wochen Lagerung)
Gute Luise (Ernte und Verzehr von September bis Oktober)

Pflaumen sind direkt genussreif:
Hauszwetsche (Juli bis Oktober)

Bühler Frühzwetsche (Mitte August)

Woran erkenne ich reife Früchte und wie viele darf ich ernten?
Lassen sich Apfel oder die Birne leicht vom Zweig lösen, sind sie reif. Braucht es mehr Kraftaufwand, bitte hängen lassen. Äpfel am besten kühl und dunkel sowie nicht mit anderem Obst zusammen lagern, da sich der Reifeprozess dadurch beschleunigt. 

Pflaumen sind reif und süß, wenn die Oberfläche bei leichtem Druck etwas nachgibt. Ungewaschen halten sich diese zum Beispiel in einer Papiertüte drei bis vier Tage. 

Handelsübliche Mengen für den Eigenbedarf dürfen ohne Bedenken gepflückt werden. Größere Mengen oder der Verkauf des Obsts sind nicht gestattet.

Tipps zum Pflücken:
Damit wir alle möglichst lange Freude an den Streuobstwiesen haben können, bitten wir darum, einige Regeln zu beachten:

  • nicht an den Zweigen reißen
  • nicht auf die Bäume klettern
  • Obstpflücker verwenden (entweder aus dem Baumarkt oder selbst einen bauen, hier gibt es online bereits viele kreative Ideen)

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