Der Event Data Recorder - die Blackbox im Auto ...
... ist ein Gerät, das in Fahrzeugen installiert ist und Daten aufzeichnet. Ähnlich wie eine Blackbox in einem Flugzeug kann der EDR nach einem Unfall ausgewertet werden.
Die Aufzeichnung erfolgt durchgehend, die Speicherung erfolgt aber nur bei einem Unfall und auch nur über eine kurze Zeitspanne von fünf Sekunden vor und 300 Millisekunden nach dem Crash.
Wie erkennt der Recorder, dass er speichern muss? Dazu dienen ihm die Daten im Auto, die Veränderungen anzeigen z.B. extremen Geschwindigkeitsänderungen, Auslösung der Gurtstraffung oder der Airbags.
Hilfreich können die Daten für die Unfallrekonstruktion oder für die Weiterentwicklung der Fahrzeugsicherheit sein. Die Daten sind nur im Auto gespeichert und werden über eine Schnittstelle ausgelesen. Dies geschieht nach einem Unfall in der Regel auf Anordnung des Richters oder der Staatsanwaltschaft durch einen Sachverständigen. Dieser rekonstruiert anhand dieser und der weiteren Spuren am Unfallort den Unfallhergang und verhilft somit der Polizei zu gefestigten Feststellungen und letztlich den Betroffenen zu ihrem Recht.
Alle Neufahrzeuge, die ab dem 07. Juli 2024 zugelassen werden, müssen mit einem solchen Recorder ausgestattet sein, sofern sie den Klassen M1 (PKW) oder N1 (Nutzfahrzeuge bis 3,5t) angehören. Weitere Fahrzeugklassen folgen ab 2026. Viele Hersteller bauen die Geräte aber schon freiwillig ein.
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